Klimaschutz durch Hochmoorrenaturierung

Moorböden speichern weltweit 30% des Bodenkohlenstoffs, obwohl sie nur 3% der Fläche ausmachen. Der hohe mittlere Wasserstand dieser Böden hemmt die Zersetzung des organischen Materials, so dass von einer permanenten Speicherung gesprochen werden kann. Zusätzlich binden Moore jährlich 150-250 Mio Tonnen CO2 aus der Atmosphäre – und dies bei intakten Mooren permanent. Die Kohlenstoffspeicher- und …

BetterGardens: Biodiversität, Bodenqualität und sozialer Wert von Stadtgärten

Die trans- und interdisziplinäre Studie BetterGardens wird vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL (Projektleitung) und von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL durchgeführt. Sie findet in den drei Städten Bern, Lausanne und Zürich statt. Das Projekt wird von städtischen Behörden und dem Schweizerischen Familiengärtnerverband unterstützt und vom Nationalfonds (Sinergia) finanziert. BetterGardens untersucht …

Amphibien und Autobahnen: Eine Trennungsgeschichte?

Dank der Kombination von Landschaftsanalysen und genetischen Untersuchungen lässt sich der Effekt von Landschaftselementen auf die räumliche Vernetzung von Wildtier-Populationen erfassen. Autobahnen stehen dabei unter Generalverdacht, Tieren den Weg auf die andere Seite zu versperren. Eine kürzlich abgeschlossene Studie zeigt jedoch teils unerwartete Resultate. Es ist oft ein hohes Risiko, wenn Amphibien eine Strasse überqueren …

Ressourcenprojekt Ackerbegleitflora – erfolgreiche Förderung der bunten Vielfalt auf unseren Äckern

Die Ackerbegleitflora hat sich im Zuge der intensivierten Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Zahlreiche der früher weit verbreiteten und häufigen Pflanzenarten sind heute stark gefährdet, einige kommen in der Schweiz nicht mehr wildwachsend vor. Seit 2012 nimmt sich erstmals ein Förderprojekt kantonsübergreifend der bedrohten Ackerflora samt den Ackermoosen an. Acht Kantone haben sich …

Fledermäuse im Wald – LiDAR liefert neue Einblicke!

Für Fledermäuse ist der Wald von zentraler Bedeutung, da sie darin auf ihren Flügen Nahrung, Quartiere und Schutz finden. Um mehr über das nächtliche Verhalten der Fledermäuse im Wald zu erfahren, kombinierten wir neue Methoden zur automatischen Arterkennung bei Fledermäusen mit detaillierten Messungen der Struktur des Waldes. Dazu haben wir neben Habitaterhebungen im Feld auch …

Mit Wiederansiedlungen Amphibien fördern: Wie beeinflusst diese Massnahme die genetische Vielfalt?

Amphibien sind in der Schweiz stark gefährdet. Diese bedrohte Tiergruppe wird unter anderem durch Wiederansiedlungen gefördert. Ein naturschützerisches Ziel ist neue Populationen innerhalb ihres historischen Areals zu schaffen und so die räumliche Vernetzung zu verbessern. Am Beispiel zweier gefährdeter Amphibienarten, der Kreuzkröte und der Geburtshelferkröte, haben wir untersucht, welche Konsequenzen Wiederansiedlungen in ihrem historischen Areal …

Kleinstrukturen für Wiesel und andere Bewohner unserer Kulturlandschaft

Zur Erhaltung der Biodiversität in der Schweiz muss auch dem Verlust an Kleinstrukturen in der Kulturlandschaft und den damit verbundenen negativen Folgen für zahlreiche Tiergruppen entgegengewirkt werden. Unsere Wiesel, also Hermelin und Mauswiesel, eignen sich besonders, um die Akzeptanz von Kleinstrukturen bei den Landwirten zu erhöhen. Gezielte Massnahmen im Rahmen von verschiedenen Wieselförderprojekten und in …

Das Forum Landschaft stellt sich vor: Landschaft ist das Ganze

Das Forum Landschaft wurde am 13. Januar 2006 von Landschaftsfachleuten verschiedenster Herkunft in Bern gegründet mit dem Ziel, als interdisziplinäre Plattform den Diskurs zwischen Forschung und Praxis zu fördern und das Thema Landschaft in eine breite Öffentlichkeit zu tragen. Einig war man sich insbesondere darüber, dass die Landschaft als unser Lebensraum und Ort der Identifikation …

Kleiner Rohrkolben – Genetische Grundlagen für erfolgreiche Wiederansiedlungen

Einleitung Angesiedelte Exemplare des Kleinen Rohrkolbens leben oft nicht lange. Manchmal liegt es daran, dass der gewählte Ort für die Ansiedlung ungeeignet ist. Dass sich ein Bestand nicht wunschgemäss entwickelt, kann aber auch andere, weniger offensichtliche Gründe haben. NaturschutzgenetikerInnen weisen darauf hin, dass kleine, isolierte Pflanzenpopulationen oft Inzucht und eine verminderte Fitness zeigen. Ist dies …