{"id":2781,"date":"2023-08-08T15:05:21","date_gmt":"2023-08-08T13:05:21","guid":{"rendered":"https:\/\/kbnl.ch\/helpie_faq\/wie-sollen-tww-vorranggebieten-in-der-oekologischen-infrastruktur-behandelt-werden\/"},"modified":"2023-08-08T15:05:55","modified_gmt":"2023-08-08T13:05:55","slug":"wie-sollen-tww-vorranggebieten-in-der-oekologischen-infrastruktur-behandelt-werden","status":"publish","type":"helpie_faq","link":"https:\/\/kbnl.ch\/fr\/helpie_faq\/wie-sollen-tww-vorranggebieten-in-der-oekologischen-infrastruktur-behandelt-werden\/","title":{"rendered":"Wie sollen TWW-Vorranggebiete in der \u00d6kologischen Infrastruktur behandelt werden?"},"content":{"rendered":"<p><em>Das BAFU erachtet das Instrument der Vorranggebiete TWW insbesondere im Zuge des Ausbaus der \u00f6kologischen Infrastruktur als nach wie vor zielf\u00fchrend.<\/em><\/p>\n<p><em>Vorranggebiete stellen per definitionem Lebensr\u00e4ume von hohem \u00f6kologischem Wert f\u00fcr Pflanzen- und Tierarten von Trockenwiesen und -weiden dar und umfassen ein Objekt oder mehrere nahe beieinander liegende Objekte sowie angrenzende nat\u00fcrliche oder naturnahe Lebensr\u00e4ume und Strukturelemente. TWW-Vorranggebiete erg\u00e4nzen den \u00fcblichen Objektschutz. In Vorranggebieten werden Schutz und F\u00f6rderung gezielt \u00fcber eine gr\u00f6ssere Fl\u00e4che geplant, um so den Wert der einzelnen TWW-Objekte zu steigern.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>F\u00fcr die Festlegung und Ausgestaltung der Vorranggebiete sind die Kantone zust\u00e4ndig.<\/em><\/strong><em> Zusammengefasst lauten die Rahmenbedingungen gem\u00e4ss TWW-Vollzugshilfe und Verordnung (Art. 5, Abs. 1) wie folgt: <\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Das Vorranggebiet ist in der Regel arrondiert und umfasst eine landschaftliche Einheit (Gel\u00e4ndekammer). Es kann aber auch aus mehreren Teilfl\u00e4chen bestehen.<\/em><\/li>\n<li><em>TWW-Vorranggebiete enthalten zwingend mindestens ein nationales TWW-Objekt (TwwV Art. 5, Abs. 1).<\/em><\/li>\n<li><em>Die landwirtschaftlich genutzte Fl\u00e4che zwischen den TWW enth\u00e4lt nat\u00fcrliche und naturnahe Lebensr\u00e4ume und Strukturelemente, oder zumindest Fl\u00e4chen, welche das Potenzial zu solchen Lebensr\u00e4umen haben.<\/em><\/li>\n<li><em>Der minimale Fl\u00e4chenanteil der TWW-Vegetation betr\u00e4gt: 30% der landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4che (oder auch des Weiteren Offenlandes wie P\u00e4rke, sonstiges Gr\u00fcnland im Siedlungsraum)<\/em><\/li>\n<li><em>Als TWW-Vegetation angerechnet werden nationale TWW, regionale\/lokale Trockenwiesenobjekte und weitere Fl\u00e4chen, welche die Anforderungen des TWW-Vegetationsschl\u00fcssel des Bundes erf\u00fcllen. Ebenso k\u00f6nnen Arten-Hotspots mit TWW-Zielarten eingerechnet werden.<\/em><\/li>\n<li><em>Im Sinne der F\u00f6rderung von Lebensraum-Mosaiken, k\u00f6nnen auch andere Biotopfl\u00e4chen (Moore, Auenbiotope oder Amphibienlaichgebiete) angerechnet werden.<\/em><\/li>\n<li><em>In der Regel enthalten TWW-Vorranggebiete keine Bauzonen, Siedlungsgebiete, aktive Kiesgruben oder Deponien.<\/em><\/li>\n<li><em>Waldfl\u00e4chen, Ger\u00f6ll und Fels sollen in das Vorranggebiet integriert werden, falls damit die Schutzziele besser erreicht werden.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><em>Vorranggebiete erhalten erst mit der kantonalen Umsetzung \u00fcber Nutzungs- oder Sachpl\u00e4ne eine Rechtswirksamkeit.<\/em><\/strong><em> Sie sind in Pl\u00e4nen und Vorschriften, welche die zul\u00e4ssige Nutzung des Bodens nach dem Raumplanungsrecht regeln, zu ber\u00fccksichtigen (TwwV, Art. 5 Abs. 3). So ist ein Vorranggebiet im kantonalen Richtplan aufzuf\u00fchren und die aufgef\u00fchrten Massnahmen sind zum Beispiel \u00fcber kommunale Nutzungsplanungen umzusetzen.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Im Rahmen der \u00f6kologischen Infrastruktur sind die Perimeter der Vorranggebiete als Schwerpunktgebiete f\u00fcr Aufwertungen und spezifische F\u00f6rdermassnahmen anzuschauen. Als Ganzes gelten sie \u2013 analog Moorlandschaften \u2013 als Vernetzungsgebiete. Die darin enthaltenen Einzelobjekte von nationaler Bedeutung bzw. regionaler Bedeutung sind als Kerngebiete auszuweisen.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong><em>F\u00fcr die Nutzung des Instruments \u00abTWW-Vorranggebiet\u00bb ist dem BAFU ein Entwurf f\u00fcr ein Vorranggebietskonzept, inkl. Managementkonzept mit SMART-Zielen zur Anh\u00f6rung einzureichen. Das BAFU \u00e4ussert sich zu den eingehenden Antr\u00e4gen und f\u00fchrt eine Liste der Vorranggebietskonzepte.\u00bb<\/em><\/strong><\/p>\n<p>(BAFU-Antwort an Kanton Bern)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das BAFU erachtet das Instrument der Vorranggebiete TWW insbesondere im Zuge des Ausbaus der \u00f6kologischen Infrastruktur als nach wie vor zielf\u00fchrend. 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