Wildstauden-Mischpflanzungen zur Förderung der Biodiversität

Doris Tausendpfund Wildstauden-Mischpflanzungen fördern die Biodiversität ober- und unterirdisch, sowie erhalten den Humus im urbanen Raum. Durch das Biodiversitätsmonitoring werden anhand ausgewählter Indikatoren einheimische, artenreiche, dynamische und pflegeextensive Staudenmischpflanzungen sowie  kreative Kommunikationskonzepte zur Veranschaulichung der Wechselwirkungen für die Bevölkerung entwickelt. Ausgangslage Die Forschungsgruppe Pflanzenverwendung beschäftigt sich bereits seit 20 Jahren mit der Thematik der Staudenmischpflanzungen …

Wildpflanzenförderung im Siedlungsraum: ökologische und gestalterische Qualitäten integrieren und verbessern

Das Potenzial naturnaher Bepflanzungen im Siedlungsraum als Lebensraum für siedlungsspezifische Arten und Refugien für Arten aus der Kulturlandschaft wird zunehmend erkannt. Die Gestaltung mit Wildpflanzen profitiert von einer engen Zusammenarbeit zwischen der grünen Branche und der Naturschutzpraxis. Diese Zusammenarbeit stand im Zentrum einer vom ILF — dem Institut für Landschaft und Freiraum an der HSR …

10 Jahre Biodiversitätsmonitoring Thurgau – ist die Talsohle des Artenrückgangs durchschritten?

Zusammenfassung Seit 2009 überwacht der Kanton Thurgau in seinem Biodiversitätsmonitoring die Entwicklung von Pflanzen, Brutvögeln und Tagfaltern in der Landschaft. Die Resultate stimmen verhalten optimistisch: Bei den Pflanzen konnte kein weiterer Rückgang der durchschnittlichen Artenzahl festgestellt werden. Bei den Brutvögeln und Tagfaltern zeichnet sich gar eine leichte Erhöhung ab. Erfreulich ist zudem, dass sich alle …

Gefährdete lignicole Pilze: Wie kann man sie erhalten?

Oscar Röllin, Claude Boujon, Jean-Jacques Roth, Colette Perret-Gentil, Emmanuelle Favre, Bertrand von Arx Ausgangssituation und Ziele Pluteus aurantiorugosus (Trog.) Sacc., ein geschützter und gefährdeter Pilz, ist im Oktober 2014 spontan auf einem morschen Pappelstamm gewachsen, der entlang eines Waldweges auf feuchtem Boden lag (Abb. 1). Man kam dann auf die Idee, weitere Stämme von Bäumen, …

„Lebensraum Gewässer – Sedimentdynamik und Vernetzung“, ein Projekt im Forschungsprogramm

Sabine Fink, Anna Belser, Carmelo Juez, Christoph Scheidegger, Christine Weber, David Vetsch Zusammenfassung Das Bundesamt für Umwelt hat gemeinsam mit vier Instituten des ETH-Bereichs vor 15 Jahren das interdisziplinäre Forschungsprogramm «Wasserbau und Ökologie» lanciert. Durch praxisorientierte Forschung von Flussbauingenieurinnen und –ingenieuren, sowie Ökologinnen und Ökologen werden wissenschaftliche Grundlagen zu aktuellen Fragen des Gewässer- und Hochwasserschutzes erarbeitet. …

Dimmbare LED Strassenleuchten: Gute Aussichten für Nachtinsekten und Fledermäuse?

Janine Bolliger, Tom Hennet, Robert Pazur, Beat Wermelinger, Ruedi Bösch, Stephan Blum, Jörg Haller, Martin K. Obrist Zur Orientierung verlassen sich nachtaktive Insekten auf das Licht der Gestirne. Kommen künstliche Lichtquellen wie zum Beispiel Strassenleuchten in die Quere, fliegen die Insekten in spiralförmigen Bahnen auf die Leuchten zu – im Bestreben, den Kurs zu korrigieren, …

Schnittzeitpunktversuch führt zu neuen Erkenntnissen beim Emdschnitt

Seit 2012 untersucht die Agrofutura AG auf einer Fromentalwiese in Anwil BL und auf einer Magerwiese mit zwei Schnitten in Biberstein AG die Auswirkungen unterschiedlicher Schnittzeitpunkte des Heu- und des Emdschnitts. Während sich die Wiesen gegenüber dem Heuschnittzeitpunkt sehr resilient zeigen und vor allem auf der Magerwiese kaum Änderungen auf Vegetationsebene erkennbar sind, hat sich …

Welche Ansprüche und Bedürfnisse haben die Naherholungssuchenden?

Der neue Leitfaden „Naherholungstypen“ für die Nachfrageorientierte Planung und Gestaltung von naturnahen Erholungsgebieten Wie sollen Naherholungsgebiete beschaffen sein, damit sie für die Bevölkerung attraktiv sind? Welche Aktivitäten werden vorwiegend ausgeübt und wie können diese unterstützt und wenn nötig gelenkt werden? Wie sollen Naherholungsgebiete geplant und gestaltet werden, damit für die Natur ein Mehrwert entsteht? Der …

Bewertungsmethode Eingriffe in schützenswerte Lebensräume (BAFU)

Die Unterlagen zur Bewertungsmethode für Eingriffe in schützenswerte Lebensräume wurden auf der Internetseite des BAFU als externe Studie aufgeschaltet. Die in diesem Dokument beschriebene Bewertungsmethode für Eingriffe in schutzwürdige Lebensräume wurde in Zusammenarbeit mit der Konferenz der Beauftragten für Natur- und Landschaftsschutz KBNL und dem Bundesamt für Umwelt BAFU erarbeitet. Die Methode ist als Konkretisierung …

Bergahornweiden im Alpenraum – Kulturrelikt und Hotspot der Biodiversität

Bergahornweiden sind eine traditionelle Kulturlandschaft der Alpen, die seitens des Natur- und Landschaftsschutzes bislang wenig beachtet wurde. Die meist alten und mächtigen Bergahorne dieser Weiden sind ausgesprochen reich an Moos- und Flechtenarten, darunter auch viele gefährdete Arten. Damit die heute nur mehr kleinflächig vorhandenen Bergahornweiden mit ihren typischen Arten nicht verschwinden, sollten konkrete Förderprojekte initiiert werden. …